Ich fahr jetzt Lastenrad … elektrisch

Ich fahr jetzt Lastenrad … elektrisch

Wer sich etwas durch meine Homepage gewühlt hat wird wissen dass Ich früher (gar nicht so lange her) regelmäßig Halbmarathon gelaufen bin und mich in 2017 am Metro Group Marathon versucht habe. Seitdem mich die Athrose im rechten Sprunggelenk eingeholt hat, bin Ich aber eher mit dem Rennrad unterwegs und damit auch zufrieden. Ich meine 1.338,7 km in diesem Jahr (Stand 30.04.2022) und 501,9 km im Monat April sind doch für einen Hobbyfahrer ganz passabel. Warum also nun Lastenrad und dann auch noch elektrisch?

Eines vorweg, im folgenden Beitrag finden Sich sowohl unbezahlte Werbung für einen Hersteller als auch für einen Youtube Kanal.

Warum?

Benzin ist teuer, Ich glaub das wissen mittlerweile alle die mal an einer Tankstelle vorbeigefahren sind. So ganz unschuldig ist da ein kleines Rumpelstilzchen in seinem Zwiebelpalast ja nicht dran, aber lassen wir das. Das ist eigentlich nicht der Hauptgrund warum ich mich nach einem Lastenrad umgeschaut habe.

Die Hauptgründe sind meine Tochter und Düsseldorf … aber der Reihe nach.

Mein liebes Töchterchen spielt nun fast ein Jahr beim DSC 99 Feldhockey und hat zwei mal die Woche Training. Gerade im Jugendbereich ist das Training aber so knapp gelegt dass Ich Sie 15:00 Uhr aus der Schule abhole und 15:30Uhr auf dem Platz stehen muss. Nicht ganz so einfach, denn erstens ist Sie eine kleine Trödelliese und zweitens haben wir doch noch den Verkehr in Düsseldorf. Aber schauen wir doch einfach mal was Google Maps für einen normalen Mittwoch sagt:

Shit happens würde ich sagen … wenn das Kind um 15:10 Uhr mal aus der Schule kommt kann es funktionieren, muss aber nicht. Mit dem Rennrad dagegen sagt Komoot 22 Minuten … mit dem Rennrad bei einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 23,8km/h. Wird knapp aber machbar …

Was?

Aber was kaufen bzw leasen? Das war für mich eine echte Herausforderung, denn der Markt ist mittlerweile riesig. Long-John (Zweirädrig, z.B. Urban Arrow), Dreirad (Box vorne, z.B. Babboe) oder etwas ganz anderes? So richtig wusste Ich nicht was Ich nehmen soll. Ein Long-John bin Ich im Urlaub in den Niederlanden bereits gefahren. So richtig hat mir das Handling aber nicht gefallen, zu schwer war das Rad mit meiner Tochter und Einkäufen drin. Das Handling ging in Ordnung, aber was mich gestört hat, ist dass man einen LKW fährt. Ein knapp 2m langes Fahrrad ist halt kein Rennrad. Da fehlt es einfach an der Wendigkeit.

Dreiräder waren aber eigentlich von Anfang an raus und den Grund könnt Ihr Rechts sehen. Überall in Düsseldorf sind immer wieder solche und ähnliche Poller verteilt. Nicht nur an solchen Überführungen sondern an einfachen Durchfahrten.

Da käme Ich wahrscheinlich weder mit einem Long-John, noch mit einem Dreirad ordentlich durch.

Quelle: Google Maps, 10.06.2022

Von den Möglichkeiten überwältigt bin Ich dank Youtube auf Tillmann von der Radelbande (unbeauftragte Werbung) gestoßen. Tests, Touren und ein Autoloser Lebensstil sind die Themen seines Kanals. Ich kann die Videos nur empfehlen, also lasst Ihm doch einen Like da. Durch die Videos bin Ich auf die Kategorie der Long- und Midtails gekommen. Quasi normale Fahrräder, die einfach einen längeren Gepäckträger haben. Drei Räder waren nach einigem hin und her überlegen in der engeren Auswahl:

Und welches ist es geworden?

Keines der drei, auf einer Tour durch Leverkusen war Ich bei drei verschiedenen Händlern. Das Bergamont war nicht vorhanden und nicht lieferbar, auch nicht die Bakery Edition. Schade Bergamont!

Das R&M konnte Ich tatsächlich fahren und Dynamik und Fahrweise erinnern an ein Mountainbike. Auch bietet das hintere Kettenblatt eine enorme Spreizung zwischen kleinstem und größtem Gang. Wahrscheinlich kommt man damit auch auf der Nordschleife die Hohe Acht hoch. Auch die Lieferzeit wäre mit zwei Wochen vollends in Ordnung gewesen. Zwei Punkte haben mir aber den Kauf vermiest. Der erste ist der hohe Schwerpunkt. Man muss das Rad ja auch an Ampeln oder beim Absteigen halten können wenn das Kind hinten drauf sitzt. Die 26″ Reifen machen es einfach schwer den Schwerpunkt niedriger zu setzen. Der zweite Punkt ist der hohe Einstieg, für mich als Hobbit (Beinlänge: 72cm) ist auch der kleine Rahmen zu groß. Ich müsste immer das Bein über den Sattel schwingen … aber da sitzt ja meine Tochter.

Beim Tern Händler in Leverkusen, Hiro-Bike, waren wir dann Schock verliebt. Das GSD war (natürlich) auch nicht vorhanden und wäre wahrscheinlich im Dezember lieferbar gewesen. Aber der Händler hatte das HSD S5i verfügbar und zum testen bereit. Ohne Aufbauten und alles drum und dran, aber das war das kleinere Problem. Marie hat sich zum testen einfach hinten drauf gesetzt und am Sattel festgehalten.

Ich zitiere Ihre erste Reaktion: „Juhu, dass macht Spaß!“

Niedriger Schwerpunkt, eine automatische Schaltung (braucht man nicht), viele mögliche Anbauten und viele Möglichkeiten was zu transportieren. Klang und fuhr sich für mich perfekt und so war die Bestellung nach einer Nacht drüber schlafen schnell erledigt.

Aber klappt es denn?

Ich wollte ja schnell von der Schule zum DSC und eventuell anschließend noch zum Schwimmkurs noch kommen. Das klappt auch problemlos, aber bisher haben wir das genau einmal geschafft. Dabei lässt sich aber die Durchschnittsgeschwindigkeit von rund 20km/h sehen. Trotz kleiner 20″ Reifen kratze Ich sehr oft an der Unterstützung und fahre schneller. Die von tern angegebenen (bis zu) 118km Reichweite übertreffe Ich knapp mit zuletzt 128km. Also auch die Reichweite passt für mich. Und auch das Einkaufen klappt wie man an den Bildern sieht.

Und wie es so immer ist, sieht man / sehe Ich immer mehr tern Räder im Düsseldorfer Süden rumfahren.

Ich kann ein Lastenrad und gerade das tern nur empfehlen, es macht unheimlich Spaß mit dem kleinen Rad rum zu heizen. Da Ich mit meinen existierenden Packtaschen auch gut was transportieren kann, ist es für mich aktuell das perfekte Lastenrad.

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